Archiv für den Monat Dezember 2011

Die Warnung vor dem Lügen und so genannter „1. April Lüge“

Der Dank gebührt Allâh, Dem Erhabenen. Wir danken Ihm und bitten Ihn um Rechtleitung und Schutz vor dem eigenen Übel und den schlechten Taten. Wen Allâh rechtleitet, diesen kann niemand in die Irre führen und wen Allâh in die Irre gehen lässt, diesen kann niemand rechtleiten. Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt und dass Er keinen Teilhaber, keinen Ähnlichen, keine Körperteile, kein Aussehen, keine Gestalt, kein Körper hat und ohne Ort existiert. Und ich bezeuge, dass unser Liebling, unsere Augenweide und unser großartige Muhammad Gottesdiener und Gesandter ist. As-Salâh und As-Salâm für den Propheten Muhammad, seine Âl, seine Gefährten und alle anderen Propheten.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Frömmigkeit, denn derjenige, der Gott gegenüber gehorsam ist, gehört zu den Rechtschaffenen und Glückseligen.

Allâh, Der Erhabene, sagt im edlen Qur’an, in Suratu Az-Zalzalah, Ayâh 7-8:

﴿فَمَن يَعْمَلْ مِثْقَالَ ذَرَّةٍ خَيْرًا يَرَهُ، وَمَن يَعْمَلْ مِثْقَالَ

ذَرَّةٍ شَرًّا يَرَه﴾

Die Bedeutung lautet: „Wer eine Gute Tat ausführt, sei es nur im Gewicht eines Stäubchen, wird von der Güte seiner Tat erfahren; und wer eine Schlechte Tat begeht, sei es nur im Gewicht eines Stäubchen, wird von der Last seiner Tat erfahren

Brüder im Islam, Allâh sagt im edlen Qur’ân in Sûratu at-Tawbah Âyât 119:

﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ ءامَنُواْ اتَّقُواْ اللهَ وَكُونُواْ مَعَ الصَّادِقِينَ﴾.

Die Bedeutung lautet: O Ihr Gläubige seid von den Rechtschaffenen und den Wahrhaftigen.

In einem Hadith, welchen Imâm Muslim über den Gefährten Abdul-lâh Ibn Mas^ûd überlieferte, sagte der Gesandte Gottes:

عليكَ بالصِّدقِ فإنَّ الصِّدقَ يَهدِي إلى البِرِّ وإنَّ البِرَّ يَهدِي إلى الجنة، وما يَزَالُ العَبْدُ يَصْدُقُ ويَتَحَرَّى الصِّدْقَ حتى يُكتَبَ عِندَ اللهِ صِدِّيقا، وإيَّاكَ والكَذِبَ فإنَّ الكذِبَ يَهدِي إلى الفجور ِ (أي هو وسيلةٌ إلى ذلك، أي طريقٌ يُوصل إلى ذلك) وإنَّ الفجورَ يهدِي إلى النَّارِ وما يزالُ العبدُ يَكْذِبُ وَيَتَحَرَّى الكَذِبَ حتى يُكْتَبَ عِنْدَ اللهِ كَذّابًا„.

Die Bedeutung lautet: „Du musst stets bei der Wahrheit bleiben, die Wahrhaftigkeit ebnet dir den Weg zu den Wohltaten und die Wohltaten ebnen dir den Weg zum Paradies; Der Diener, der wahrhaftig bleibt und stets angestrebt ist, wahrhaftig zu bleiben, werden ihn die Engel als Wahrhaftiger bezeichnen. Und nimm dich in Acht vor Unwahrhaftigkeit, das Lügen ebnet dir den Weg zum Sündigen, (d.h. es führt dazu, dass du viel sündigst) und das Sündigen ebnet dir den Weg zur Hölle; Und der Diener, der beim Lügen bleibt und stets angestrebt ist Unwahrheiten zu sagen, werden ihn die Engel als Lügner bezeichnen.“

Die islamische Religion ruft die gläubigen Muslimen auf, sich lobenswerte Charaktereigenschaften anzueignen und Allâh, Der Allmächtige, befiehlt uns das Schlechte zu unterlassen.

Der Gesandte Gottes Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam wurde aus Gnade zu den Menschen gesandt, um ihnen das Gute zu lehren. Der Prophet sagte in einem Hadith:

“ إنَِّما بُعِثْتُ لأُتَمِّمَ مَكارمَ الأخلاق „

Die Bedeutung lautet: „Ich wurde zu euch gesandt, um euch die noblen Charaktereigenschaften einzuprägen.“

Die Wahrhaftigkeit gehört zu den größten Charaktereigenschaften, die Allâh, der Erhabene, lobt. Der Prophet Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam rief die Muslime auf, wahrhaftig zu sein und warnte vor Unwahrhaftigkeit.

Liebe Brüder, das Lügen heißt sprechen entgegen der Wahrheit, wenn man weiß dass das Gesprochene entgegen der Wahrheit ist. Der Gesandte Gottes Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam hat eindeutig vor dem Lügen gewarnt, da es ein Grund ist, der den Weg zum Sündigen ebnet und zum Schlechten führt. Durch das Lügen stärkt der Lügner seine Neigung zum Schlechten.

Wenn das Lügen zu Gewohnheit wird, ist es schwer sich davon zu lösen und deswegen wird der unwahrhaftige Mensch von den Engeln als Lügner bezeichnet. Möge Allâh uns zu den Wahrhaftigen gehören lassen.

Der Prophet Muhammad hat in mehreren Ahâdith vor dem Lügen gewarnt. Unter diesen gibt es einenHadith, in welchem der Gesandt Gottes den niedrigen Charakter der Unwahrhaftigen beschrieben hatte.

Liebe Geschwister, das Lügen ist eine Sünde der Zunge, die zu den kleinen Sünden, großen Sünden oder auch zu einigen Arten von Unglauben zählen kann. Möge Allâh uns davor schützen. Widerfährt durch eine Lüge, ein Muslim keinen Schaden, dann ist sie in diesem Fall eine kleine Sünde. Nichtsdestotrotz sollte man nie die kleinen Sünden unterschätzen. Es wurde gesagt, dass aus kleinen Kieseln, Berge entstehen. Wird durch eine Lüge, einem Muslim Schaden zufügt, dann ist sie in diesem Fall eine große Sünde. Möge Allâh uns vor solche Sünden schützen.

Unter den abscheulichsten Arten der Lüge zählen Aussagen die jemand spricht und verleumderisch behauptet, der Prophet habe diese gesagt. Der Prophet Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam sagte in einem Hadith:

كَذَبَ عليَّ مُتَعَمِّدًا فَلْيَتَبَوَّأ “ مَنْ مَقْعَدَهُ مِنَ النَّار „

Die Bedeutung lautet: „Wer absichtlich behauptet, ich hätte jenes gesagt, was ich in Wirklichkeit nicht gesagt habe, verdient eine harte Strafe in der Hölle“

Wenn es sich nun dabei um eine Lüge handelt, wobei der Lügner etwas Verbotenes (Harâm) als erlaubt erklärt, über dessen Verbot Übereinstimmung herrscht, bei den Muslimen als verboten bekannt ist und es diesem Lügner nicht entgangen sein kann, wie verbotener Geschlechtsverkehr, Analverkehr, Mord, Stehlen oder Raub, dann ist es in diesem Fall Unglaube. Das Gleiche gilt, wenn der Lügner etwas Erlaubtes, das bei den Muslimen als erlaubt bekannt ist, wie Verkauf und Heirat als unerlaubt erklärt. D.h. in den beiden Fällen ist es Unglaube. Möge Allâh uns davor schützen. Es gibt viele Aussagen, die Ignoranten sagen, sodass die Zuhörer darüber lachen, welche zum Austritt aus dem Islam führen.

Liebe Brüder im Islam, nimmt zur Kenntnis, dass das Lügen verboten ist, gleich ob derjenige es ernsthaft meint oder angeblich aus Spaß sagt. Ob derjenige die Unwahrheit sagt, damit andere darüber lachen oder im ernsthaften Zustand sagt, ist das Lügen verboten.

Einige Ignoranten lügen und begehen damit eindeutig eine Sünde und sagen dazu: „es war eine weiße/harmlose Lüge“, als ob sie nichts Verbotenes gesagt haben.

Der Prophet Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam sagte in einem Hadith:

“ لا يَصْلُحُ الكَذِبُ في جِدٍّ ولا هَزلٍ „

Die Bedeutung lautet: „Ob man in einem Zustand, in dem man ernsthaft oder unernsthaft ist, nützt das Lügen nicht.“

Er sagte auch:

 لِلَّذِي يُحَدِّثُ القَوْمَ فَيَكْذِبُ وَيْلٌ لِيُضْحِكَهُم وَيْلٌ لَهُ وَيْلٌ لَهُ „

Die Bedeutung lautet: „Derjenige der Unwahrheiten sagt, sodass Menschen darüber lachen, verdient bestraft zu werden“.

Liebe Brüder, wovor wir heute auch warnen wollen, ist was unter den Menschen heutzutage als „Aprilscherz“ bekannt ist. Das Lügen ist verboten, gleich ob jemand das am ersten April tut, oder an einem anderen Tag. Besonders an diesem Tag, kommt es sehr oft vor, dass Muslime durch frei erfundene Geschichten und Unwahrheiten erschreckt werden. Einige Ignoranten sagen z.B.: „Dein Kind ist gestorben“, „Deiner Frau ist dies und jenes widerfahren“. Durch diese Unwahrheiten geraten einige Menschen in einen Schockzustand, erleiden einen Herzanfall oder ähnliches.

Der Prophet Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam sagte in einem Hadith:

“ الـمُرْعِبُونَ في النّار „

Die Bedeutung lautet: „Diejenigen die andere durch Unwahrheiten erschrecken, verdienen eine Strafe im Jenseits

Ob man in einem Zustand, in dem man ernsthaft oder unernsthaft ist, nützt das Lügen nicht, d.h. wenn jemand angeblich aus Spaß lügt, sodass andere darüber lachen, ist es trotzdem verboten, auch wenn dabei Muslime keinen Schaden erleiden. Der Prophet Muhammad Salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam sagte in einemHadith:

لأَمْزَحُ وَلا أَقُولُ إِلا حَقًّا إِنِّي

Die Bedeutung lautet: „Ich scherze auch manchmal, aber sage nur die Wahrheit

Der Prophet lehrte uns in diesem Hadith, dass er manchmal auch scherzte, aber dabei immer die Wahrheit sprach. Der Prophet lügt nicht.

Wir warnen euch vor den Aussagen, einiger Menschen, die sagen: „Das Lügen ist Gewohnheit der Männer.“ Andere sagen:  „Derjenige, der nicht lügt, soll sich schämen“ und dies ist eindeutig Unglaube, möge Gott, uns davor schützen.
Liebe Brüder im Islam, seid gewarnt und warnt andere vor dem Lügen. Das Lügen ist eine schlechte Gewohnheit und weist auf den schlechten Charakter des Lügners hin. So seid ihr von den Rechtschaffenen und den Wahrhaftigen.

Möge Gott, Der Gnädigen, uns vor dem Lügen schützen.  Dies dazu und ich bitte Allâh für mich und euch um Vergebung. Âmîn.

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Warnung vor dem Hochmut (Al-Kibr)

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen.

O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Sodann, Diener Gottes, ich ermahne mich selbst und euch zur Rechtschaffenheit. Seid rechtschaffen! Und wisst, dass Allâh, der Erhabene, uns Pflichten auferlegt und uns einiges verboten hat. Man muss daher stets bedacht sein, die Pflichten zu verrichten und das Verbotene zu meiden und zu unterlassen, sodass man nicht zu den Verlierern am Tag des Jüngsten Gerichts zählt. Allâh, der Erhabene, hat unter anderem den Hochmut verboten. Diese Sünde zählt zu den Sünden des Herzens und ist eine schlimme Krankheit. Der Gesandte Gottes ﷺsagte in einem Hadith:

”لا يَدْخُلُ الْجَنَّةَ مَنْ كَانَ في قَلْبِهِ وَزْنُ ذَرَّةٍ مِنْ كِبْرٍ“

Die Bedeutung lautet:

Ein Muslim, der etwas Hochmut in seinem Herzen trägt, tritt nicht mit den ersten Muslimen ins Paradies ein und verdient eine harte Strafe im Jenseits“.

Der Hochmut unterteilt sich in zwei Arten. Die erste Art des Hochmuts besteht darin, dass jemand die Wahrheit zurückweist, obwohl er die Kenntnis hat, dass das Gesprochene wahr ist. Wie z. B. wenn jemand einem anderen einen Ratschlag gibt, aber dieser diesen Ratschlag von ihm nicht annimmt, weil der Ratschlaggeber jünger oder weniger vermögend als er ist. Dieser Umstand fällt ihm aus Arroganz schwer und deswegen akzeptiert er die Wahrheit nicht und lehnt diese ab. Manchmal kann diese Art des Hochmuts zum Unglauben führen, möge Allâh uns davor beschützen. Ein Beispiel dafür ist, wie wenn jemand ein Urteil, das allgemein unter den Muslimen als solches bekannt ist und ihm nicht entgangen sein kann, ablehnt.

Die zweite Art des Hochmuts ist, Menschen herabzusetzen: wie wenn jemand den Ton erheben würde, wenn er andere anspricht mit der Absicht, sich über sie zu stellen. Und dies tut er nur, weil er z. B. vermögender oder berühmter ist, oder weil er ein besonderes Ansehen unter der Bevölkerung genießt.

Ein anderes Beispiel dafür ist, wenn jemand aus Eitelkeit und Protz mit einem besonderen Gang vor anderen läuft. Diesbezüglich sagte der Gesandte Gottes Muhammad ﷺ:

”مَنْ تَعَظَّمَ في نَفْسِهِ أَوِ اخْتَالَ في مِشْيَتِهِ لَقِيَ اللهَ وَهُوَ عَلَيْهِ غَضْبَان“

Die Bedeutung lautet: „Wer von sich eingebildet ist und sich hochmütig verhält oder an anderen voller Eitelkeit und Protz vorbeigeht, verdient eine harte Strafe im Jenseits.“

Die Lösung für die Bekämpfung dieser Krankheit, welche sich heutzutage im Namen der angeblich modernen Erziehung sehr verbreitet hat, ist schlicht und einfach: Mit einer aufrichtigen Absicht bescheiden zu sein. Dies stellt einen hohen Nutzen für das Individuum und die Gesellschaft dar.

Diesbezüglich sagte der Gesandte Gottes Muhammad ﷺ:

”إِنَّكُمْ لَتَغْفَلُونَ عَنْ أَفْضَلِ الْعِبَادَةِ التَّوَاضُع“

Die Bedeutung lautet: „Vielen Muslimen entgeht die Belohnung für eine der besten Art der religiösen Handlung: Die Bescheidenheit“

Wer bescheiden ist und danach handelt, dieser verdient im Jenseits eine besondere Belohnung und Allâh beschert ihm in dieser Welt und im Jenseits einen hohen Stellenwert.

Liebe Brüder im Islam, der edle Qur’ân zeigt uns viele Beispiele, aus denen die Menschen lehrreiche Weisheiten in Bezug auf ihre Zustände, Handlungen und die – aufgrund ihrer Verhaltensweisen – von ihnen zu tragenden Konsequenzen entnehmen können. Dazu gehört die Geschichte über die zwei Männer, von denen der eine rechtschaffen und gläubig war und der andere reich, jedoch nicht an Gott und nicht an Seine Gesandten glaubte. Sie werden im Qur’ân als Beispiel erwähnt, damit man sich durch die Welt nicht täuschen lässt und das Jenseits vergisst. Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân in der Sûrah al-KahfÂyah 32-36:

وَاضْرِبْ لَهُمْ مَثَلاً رَجُلَيْنِ جَعَلْنَا لأَحَدِهِمَا جَنَّتَيْنِ مِنْ أَعْنَابٍ وَحَفَفْنَاهُمَا بِنَخْلٍ وَجَعَلْنَا بَيْنَهُمَا زَرْعًاكِلْتَا الْجَنَّتَيْنِ ءَاتَتْ أُكُلَهَا وَلَمْ تَظْلِمْ مِنْهُ شَيْئًا وَفَجَّرْنَا خِلالَهُمَا نَهْرًا *وَكَانَ لَهُ ثَمَرٌ فَقَالَ لِصَاحِبِهِ وَهُوَ يُحَاوِرُهُ أَنَا أَكْثَرُ مِنْكَ مَالاً وَأَعَزُّ نَفَرًا وَدَخَلَ جَنَّتَهُ وَهُوَ ظَالِمٌ لِنَفْسِهِ قَالَ مَا أَظُنُّ أَنْ تَبِيدَ هذِهِ أَبَدًا وَمَا أَظُنُّ السَّاعَةَ قَائِمَةً وَلَئِنْ رُدِدْتُ إِلى رَبِّي لأَجِدَنَّ خَيْرًا مِنْهَا مُنْقَلَبًا

Die Bedeutung lautet: Führe ihnen das Gleichnis von den zwei Männern an! Dem einen gab Allâh zwei Gärten mit Traubenreben, umgeben von Dattelpalmen und dazwischen Getreidefelder. Beide Gärten brachten Erträge, die den Erwartungen nicht nachstanden. In der Mitte der Gärten ließ Allâh einen sprudelnden Fluss entspringen. Der Besitzer der beiden Gärten hatte reiche Ernte. Bei einer Auseinandersetzung mit seinem Gefährten sagte er diesem: „Ich habe mehr Vermögen und mehr starke Männer um mich herum als du.“ Er trat in seinen Garten ein, tat sich selbst durch Überheblichkeit unrecht und sagte seinem Gefährten: „Ich glaube nicht, dass dieser Garten je zerstört werden könnte. Ich glaube auch nicht, dass die Stunde der Auferstehung eintreten wird. Sollte mich Allâh doch auferstehen lassen, werde ich im Jenseits einen noch besseren Garten finden.“

Unter den Nachkommen des Propheten Ya^qûb gab es zwei Brüder, der eine war ein guter Muslim, der das Gute liebte und davon viel verrichtete. Der andere war kein Muslim, sondern ein Götzenanbeter, der geizig und habgierig war und einen schlechten Charakter hatte. Als ihr Vater starb, teilten sie sich sein Erbe. Jeder von ihnen gab seinen Anteil entsprechend seiner Vorlieben und seines Charakters aus. Der gläubige Bruder gab sein Vermögen für Dienste und Spenden an Arme und Bedürftige und für den Bau von Moscheen aus, um von Allâh belohnt zu werden.

Als er nichts mehr hatte, war er auf eine Arbeit angewiesen, durch die er seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Der Bruder, der kein Muslim war, legte sein Vermögen sogleich zurück, verwehrte es den Bedürftigen und beschimpfte die Hilfesuchenden. Er beschäftigte sich mit Handel und machte großen Gewinn, so dass er der Reichste seiner Zeit wurde. Er legte sich zwei große Gärten an, bepflanzte sie mit Traubenreben und umgab sie mit Palmen. Die Palmen standen dicht nebeneinander und wurden nur durch einen Fluss getrennt, der sämtliche Pflanzen bewässerte. Als der muslimische Bruder für seinen Lebensunterhalt arbeiten wollte, ging er zu seinem reichen Bruder. Er ging durch viele Türen, bis er ihn schließlich traf und ihm dann sein Bedürfnis mitteilte. Der Bruder, der kein Muslim war, sagte daraufhin: „Hatte ich das Vermögen nicht zu gleichen Teilen aufgeteilt? Was hast du mit deinem Vermögen gemacht?“ Der Muslim antwortete: „Ich spendete es in der Hoffnung, von Allâh großen Lohn zu erlangen.“ Der Bruder fing daraufhin an, ihn zu erniedrigen und sein Unglaube nahm dadurch zu, da er die Spende als Geldverschwendung bezeichnete. Er nahm seinen gläubigen Bruder an die Hand und zeigte ihm mit Hochmut seinen Besitz. Er leugnete die Auferstehung und das Vergehen seiner Güter. Er sagte: „Wenn es nach deiner Behauptung die Auferstehung und das Jenseits gibt, dann werde ich nichts zu verlieren haben, denn so wie Allâh mir auf dieser Welt an Gaben bescherte, so wird Er mir im Jenseits aufgrund meiner Stufe noch mehr geben.“

Sein muslimischer Bruder ermahnte und warnte ihn vor dem Unglauben und sagte: „Was du mir aufgrund meiner Armut vorwirfst, wird dich als Bestrafung heimsuchen, denn wahrlich, ich erhoffe mir, dass Allâh mir im Jenseits einen Garten beschert, der besser ist als dein vergänglicher Garten. Außerdem kannst du deine Gärten nicht davor bewahren, dass durch starke Winde Blätter fallen und davon geweht werden. Weiterhin, wenn dieses klare Wasser in die Erde versickert, wie willst du es zurückholen? Wer kann dir helfen, wenn Allâh dir dieses nicht bestimmte.“ Daraufhin verließ er ihn. In der Nacht geschah dann das, was der gläubige Bruder erwartete. Allâh sandte starken Regen und Stürme, die seine Gärten zerstörten und der Fluss versiegte. Die Erde wurde schlecht und auf ihr gab es weder Pflanzen noch Bäume. Sie war gefüllt mit Schlamm, keiner hätte auf ihr gehen können. Als dieser Götzenanbeter am Morgen aufwachte, ging er – wie gewohnt – zu seinen Gärten, um darin spazieren zu gehen und sich unter den Schatten der Reben zu legen. Als er sah, was mit seinen Gärten geschehen war, bekam er einen trockenen Hals und schlug aus Kummer und Schmerz mit der einen Hand gegen die andere. Er bereute seine Aussagen, durch die er Unglauben begangen hatte. Er bereute es, dass er den Tag der Auferstehung geleugnet hatte und sagte: „Ach, hätte ich doch meinem Schöpfer keinen Teilhaber beigesellt!“ Als er arm wurde, verließen ihn seine schlechten Freunde, die ihn bei seinem Unglauben und seiner Ungerechtigkeit unterstützt hatten. So blieb er allein verlassen und ohne Helfer zurück. Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân in der Sûrah al-KahfÂyah 43:

وَلَمْ تَكُنْ لَهُ فِئَةٌ يَنْصُرُونَهُ مِنْ دُونِ اللهِ وَمَا كَانَ مُنْتَصِرًا

Die Bedeutung lautet: Er hatte keine Anhänger, die ihm hätten helfen können und er selbst fand keine Hilfe.

Diener Gottes, in den Geschichten der vorangegangenen Gemeinschaften liegen viele Lehren. So lasst uns auch daraus Lehren ziehen, denn wahrlich, der Kluge ist derjenige, der für sich aus den Handlungen anderer Lehren zieht.

Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân in der Sûrah al-QasasÂyah 83:

تِلْكَ الدَّارُ الآخِرَةُ نَجْعَلُهَا لِلَّذِينَ لا يُرِيدُونَ عُلُوًّا في الأَرْضِ وَلا فَسَادًا

Die Bedeutung lautet: Jenen Wohnort im Jenseits gibt Allâh denjenigen, die auf Erden weder Hochmut noch Verderbnis begehren.

Wir bitten Allâh, uns auf dieser Welt und im Jenseits Gutes zu bescheren und uns als rechtschaffene Muslime sterben zu lassen.

Dies dazu und ich bitte Allâh für euch und mich um Vergebung.

Die Voraussetzung der Reinheit & die trockene Reinigung (At- Tayammum))

Die Voraussetzungen der Reinheit (at-Tahârah) sind:

1. Der Islam.

2. Die Unterscheidungsfähigkeit (at-Tamyîz).

3. Das Nichtvorhandensein eines Hindernisses, welches verhindert, dass das   Wasser die zu waschende Stelle erreicht.

4. Das Fließen des Wassers (as-Sayalân).

5. Das Wasser muss reinigend sein, d. h. dass es sich nicht durch etwas Reines (Tâhir), wovor man es bewahren kann, so verändert, dass man es nicht mehr Wasser nennen kann. D. h. es darf nicht mit etwas Reinem, wie Milch, Tinte oder Ähnlichem vermischt werden, denn sobald das Wasser durch dieses Reine so verändert wurde, dass man es nicht mehr Wasser nennen kann, ist es für die Reinigung nicht mehr zulässig. Die Veränderung des Wassers durch etwas, wovor man es nicht bewahren kann, wie z. B. die Veränderung an seinem Ort, in seinem Verlauf oder Ähnlichem, wovon das Bewahren des Wassers erschwerlich ist, wirkt sich nicht auf die reinigende Eigenschaft des Wassers aus, es bleibt reinigend.

Das Wasser soll sich nicht durch Unreines verändern, auch wenn die Veränderung des Wassers gering ist.

Ist die Menge des Wassers geringer als Qullatayn (dies entspricht ungefähr 191 Litern), wird vorausgesetzt:

  • dass sich das Wasser nicht mit Unreinem, von dem nicht abgesehen wird, vermischt,
  • und dass es nicht für die Groß- oder Teilwaschung oder zur Beseitigung von Unreinem verwendet wurde.

Derjenige, der kein Wasser findet oder dem das Wasser schadet, vollzieht die trockene Reinigung (at-Tayammum):

  • nach Eintritt der Gebetszeit,
  • nach Beseitigung des Unreinen, von dem nicht abgesehen wird,
  • mit unvermischter, reiner und staubiger Erde.

At-Tayammum erfolgt durch:

  • Ein erstes Aufschlagen auf die Erde, mit der Absicht der Erlaubnis für das Pflichtgebet, ab dem Aufschlagen bis zu Beginn des Abstreifens des Gesichtes;
  • Abstreifen des Gesichtes;
  • Zweites Aufschlagen auf die Erde und Abstreifen der Hände, Unterarme einschließlich der Ellenbogen;
  • Beibehaltung dieser Reihenfolge.

Kopftuchtragen?! – Wichtige Aufklärung

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen.

O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Sura Al-Ahzâb (33), Ayah 59:

يَا أَيُّهَا النَّبِيُّ قُل لِّأَزْوَاجِكَ وَبَنَاتِكَ وَنِسَاء الْمُؤْمِنِينَ يُدْنِينَ عَلَيْهِنَّ مِن جَلَابِيبِهِنَّ ذَلِكَ أَدْنَى أَن يُعْرَفْنَ فَلَا يُؤْذَيْنَ وَكَانَ اللَّهُ غَفُورًا رَّحِيمًا

Die Bedeutung lautet: Oh Prophet, Sage deinen Frauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen(1), dass sie ihre Übergewänder(2)über sich ziehen sollen. Das ist eher dazu geeignet, dass sie erkannt und nicht belästigt werden(3).

(1) Allâh, der Schöpfer der Menschen, gebietet dem Propheten, den Frauen – insbesondere seinen Frauen und Töchtern  aufgrund ihres hohen Ranges – zu befehlen, ihre Gewänder über sich zu ziehen, um sich mit diesem Kennzeichen von den Frauen der Djâhiliyya klar zu unterscheiden.

(2) Ein langes Gewand, das den ganzen Körper bedeckt; ein Mantel, der Hals und Brust bedeckt.

(3) Zielsetzung war nicht, die Freiheit der Frauen einzuschränken, sondern sie vor Schaden und Belästigung zu bewahren.

Auch ^A’ischah (möge Allâh ihr gnädig sein) hat sinngemäß gesagt, dass die Frauen ihren Körper bedecken sollen, außer Gesicht und Hände.

Sure An-Nûr (24), Ayah 31:

وَقُل لِّلْمُؤْمِنَاتِ يَغْضُضْنَ مِنْ أَبْصَارِهِنَّ وَيَحْفَظْنَ فُرُوجَهُنَّ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا مَا ظَهَرَ مِنْهَا وَلْيَضْرِبْنَ بِخُمُرِهِنَّ عَلَى جُيُوبِهِنَّ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا لِبُعُولَتِهِنَّ أَوْ آبَائِهِنَّ أَوْ آبَاء بُعُولَتِهِنَّ أَوْ أَبْنَائِهِنَّ أَوْ أَبْنَاء بُعُولَتِهِنَّ أَوْ إِخْوَانِهِنَّ أَوْ بَنِي إِخْوَانِهِنَّ أَوْ بَنِي أَخَوَاتِهِنَّ أَوْ نِسَائِهِنَّ أَوْ مَا مَلَكَتْ أَيْمَانُهُنَّ أَوِ التَّابِعِينَ غَيْرِ أُوْلِي الْإِرْبَةِ مِنَ الرِّجَالِ أَوِ الطِّفْلِ الَّذِينَ لَمْ يَظْهَرُوا عَلَى عَوْرَاتِ النِّسَاء وَلَا يَضْرِبْنَ بِأَرْجُلِهِنَّ لِيُعْلَمَ مَا يُخْفِينَ مِن زِينَتِهِنَّ وَتُوبُوا إِلَى اللَّهِ جَمِيعًا أَيُّهَا الْمُؤْمِنُونَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ

Die Bedeutung lautet: Und sage den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren sollen(1) und ihren Schmuck nicht zur Schau stehen sollen, außer dem, was davon sichtbar wird(2) und, dass sie ihre Tücher über ihre Brüste(3)schlagen sollen und ihren Schmuck niemandem zeigen sollen außer ihrem Gatten….

(1) Die Notwendigkeit der Bescheidenheit und Zurückhaltung ist für Männer und Frauen dieselbe. Wegen der Differenzierung der Geschlechter in der Natur, im Temperament und im Gesellschaftsleben ist für Frauen ein größerer Privatbereich erforderlich, besonders auf dem Gebiet der Kleidung.

(2) Der Prophet Muhammad (sallallâhu ^alayhi wasallam) hat sinngemäß zu Asmaa gesagt: „Oh, Asmaa!“ Wenn die Frau die Geschlechtsreife erlangt hat, dann sollte nichts von ihr zu sehen sein außer diesem“ und Er zeigte auf Sein Gesicht und Seine Hände.

(3) Schlitz im Oberteil des Gewandes, der etwas vom Oberkörper freigibt und bedeckt werden muss, sowie der Chimar, dies ist das, womit die Frau ihren Kopf bedeckt.

Ebenso sind die folgenden Aussagen betreffend des Kopftuchs anzubringen:

Das Kopftuch ist eine Pflicht, die GOTT den Frauen befohlen hat zu erfüllen und dies ist sowohl im Qur`an wie in den Hadith bewiesen. GOTT hat uns dies nicht vorgeschrieben damit wir Schlechtes ertragen müssen, noch ist es eine Last für die Frau, oder dient dazu sie einzuengen. Die Frau trägt das Kopftuch als Beweis für die Anbetung GOTTES und dies tut sie auch, wenn sie alleine ist, um ihr Gebet zu verrichten.

Hinter dem Tragen des Schleiers verbirgt sich auch eine Weisheit (arab.: Hikmah), da dies auch einen sozialen Aspekt hat, denn dies verringert deutlich die sexuelle Belästigung von Männern gegenüber Frauen. Die muslimische Frau zeigt den Männern durch ihre Bekleidung, dass sie jedwelche Annäherung, welche nicht erlaubt ist, ablehnt.

Möge Allâh, der einzige Anbetungswürdige, uns in unserem Glauben bestärken.

Die üble Nachrede

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen.

O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah al-HudjurâtÂyah 12:

﴿يَا أَيُّها الَّذينَ ءَامنُوا اجْتَنِبُوا كَثِيرًا مِّنَ الظَّنِّ إِنَّ بعضَ الظّنِّ إِثْمٌ ولا تَجَسَّسُوا ولا يَغْتَب بَّعضُكُمْ بَعْضًا أَيُحِبُّ أَحَدُكُم أَنْ يَأْكُلَ لَحْمَ أَخِيهِ مَيْتًا فَكَرِهْتُمُوهُ وَاتَّقُوا اللهَ إِنَّ اللهَ تَوَّابٌ رَحِيمٌ

Die Bedeutung lautet: O ihr Gläubigen, unterlasst vieles vom Verdacht, denn manch ein Verdacht ist Sünde; und sucht nicht nach den Fehlern anderer; und redet nicht übel über einander nach; mag es etwa jemand von euch, vom Fleisch seines verstorbenen Bruders zu essen? Ihr hasst es! Und fürchtet Allâh, gewiss, Allâh vergibt und ist gnädig.

Bruder im Islam, wisse, dass die verantwortliche Person verpflichtet ist, ihre Zunge vor dem Verbotenen zu bewahren, denn die Zunge ist so, wie Imâm al-Ghazâliyy, möge Allâh ihm gnädig sein, sie beschrieb: „Die Zunge hat eine kleine Größe, jedoch werden viele Sünden mit der Zunge begangen.“ Denn das Sprechen ist die meiste Handlung, die der Mensch ausführt, somit sollte der Mensch auf seine Zunge achten, weil das viele Sprechen, auch wenn man Legitimes spricht, zu Verhasstem oder zu Sünden führen kann.

Heutzutage hat sich eine abscheuliche Gewohnheit verbreitet, die die Angehörigen und Freunde auseinander treibt und zur Unterbrechung der verwandtschaftlichen Beziehungen führt, weil sie zum Hass führt; und das ist die üble Nachrede (al-Ghîbah). Brüder im Islam, was ist die üble Nachrede? Der Imâm Muslim überlieferte über Abû Hurayrah, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

أَتَدْرُونَ مَا الْغِيبَةُ؟“ قَالُوا: اللهُ وَرَسُولُهُ أَعْلَمُ، قَالَ: „ذِكْرُكَ أَخَاكَ بِمَا يَكْرَهُ“، قِيلَ: أَفَرَأَيْتَ إِنْ كَانَ فِي أَخِي مَا أَقُولُ؟ قَالَ: „إِنْ كَانَ فِيهِ مَا تَقُولُ فَقَدِ اغْتَبْتَهُ وَإِنْ لَمْ يَكُنْ فِيهِ فَقَدْ بَهَتَّهُ“

Die Bedeutung lautet: „Wisst ihr was die üble Nachrede ist? Die Gefährten sagten: „Allâh und Sein Gesandter wissen es.“ Er sagte: „Dass du etwas in Bezug auf deinen muslimischen Bruder erwähnst, was er nicht mag.“ Sie fragten: „Und wenn das stimmt, was ich über ihn sage? Er erwiderte: „Wenn das stimmt, was du über ihn geredet hast, so hast du Übles über ihn gesprochen und wenn es nicht stimmt, was du über ihn geredet hast, so hast du ihn verleumdet.

Die verbotene, üble Nachrede ist das Erwähnen des Muslims mit dem, was auf ihn – an Fehlern – zutrifft, er es aber hasst, dass du sie erwähnst, gleich, ob dieses auf seinen Körper, seine Abstammung, seine Kleidung, sein Haus oder seinen Charakter bezogen ist. Ein Beispiel ist, dass du sagen würdest: Jener ist kleinwüchsig, oder schielt, oder sein Vater ist Gerber, oder jener hat einen schlechten Charakter, oder schlechtes Benehmen, oder schläft viel, oder isst viel, oder die Kinder von jenem haben eine schlechte Erziehung, oder jener wird von seiner Frau kontrolliert oder ähnliches, worüber du weißt, dass er dieses hasst.

Das Verleumden (al-Buhtân) ist das Erwähnen des Muslims mit dem, was nicht auf ihn zutrifft, er es jedoch hasst, dass dies über ihn gesagt wird. Die Sünde hinsichtlich des Verleumdens ist größer als die Sünde bezüglich der üblen Nachrede, weil das Verleumden das Lügen beinhaltet.

Brüder im Islam, die bereits erwähnte Âyah

﴿ولا يَغْتَبْ بَعضُكُمْ بَعْضًا أَيُحِبُّ أَحَدُكُم أَنْ يَأْكُلَ لَحْمَ أَخِيهِ مَيْتًا فَكَرِهْتُمُوهُ

beinhaltet ein eindeutiges Verbot der üblen Nachrede sowie eine deutliche Warnung davor, denn darin wird die üble Nachrede so ähnlich dargestellt, wie das Essen vom Fleisch eines verstorbenen Muslims, somit ist die Abscheulichkeit dieser Sünde deutlich.

Abû Dâwûd überlieferte über Anas, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

„لَمَّا عُرِجَ بِي ـ أَي ليلة الإسراء والمعراج ـ مَرَرْتُ بِقَوْمٍ لَهُمْ أَظْفَارٌ مِنْ نُحَاسٍ يَخْمِشُونَ وُجوهَهُمْ وصدُورَهُمْ فَقُلْتُ مَنْ هَؤُلاءِ يا جِبْرِيلُ قالَ هؤلاءِ الّذينَ يَأْكُلونَ لُحومَ النَّاسِ ـ أَيْ يَغْتابونَهُمْ ـ وَيَقَعُونَ في أَعْرَاضِهِمْ“

Die Bedeutung lautet: In der Nacht der Nachtreise und Himmelfahrt kam ich an Menschen vorbei, die Fingernägel aus Kupfer hatten, mit denen sie ihre Gesichter und Brüste zerkratzten. Ich sagte: Djibrîl, wer sind diese? Er sagte: Diese sind Menschen, die die üble Nachrede begingen.

Darin steckt eine Warnung an die Person, die diese Sünde begeht, weil darin erwähnt wird, welche Bestrafung sie im Jenseits erwartet.

Bruder im Islam, wisse, dass es auch verboten ist, der üblen Nachrede zuzuhören. Wenn jemand an einem Ort ist, an dem die üble Nachrede begangen wird, dann ist man verpflichtet, zur Unterlassung der üblen Nachrede aufzufordern, und wenn man dazu nicht in der Lage ist, dann ist man verpflichtet, diese Sitzung zu verlassen, wenn man zum Verlassen der Sitzung in der Lage ist und ist verpflichtet diese Sünde im Herzen zu verwerfen um der Sünde zu entkommen.

Und für das Unterlassen von der Verletzung des Muslims gibt es eine Belohnung, die nicht gering ist, denn der Imâm at-Tirmidhiyy überlieferte, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

„مَنْ رَدَّ عن عِرْضِ أَخِيهِ رَدَّ اللهُ عَنْ وَجْهِهِ النَّارَ يَوْمَ القِيامَة“

Die Bedeutung lautet: Die Person, die von der Verletzung des Muslims ablässt, wird am Tag des Jüngsten Gerichts vor dem Feuer bewahrt sein.

Brüder im Islam, wisset auch, dass die üble Nachrede in einigen Fällen erlaubt und manchmal sogar Pflicht ist. Die pflichtige üble Nachrede ist wie die religiöse Warnung vor der Person, die verbotene Handlungsformen begeht oder falsche Glaubensweisen hat, auch wenn diese kein Unglaube sind. Somit ist man verpflichtet, vor dem Händler, der die Menschen betrügt, zu warnen, so wie der Imâm Muslim über Abû Hurayrah überlieferte, dass der Gesandte Gottes ﷺ an einem Haufen Weizen vorbei ging, seine Hand dort hineinsteckte und sie nass wurde. Dann sagte der Gesandte Gottes ﷺ:

„مَا هَذَا يَا صَاحِبَ الطَّعَامِ“، قالَ أَصَابَتْهُ السَّمَاءُ ـ أَيِ الْمَطَرُ ـ يَا رَسُولَ اللهِ، قالَ „أفَلا جَعَلْتَهُ فَوْقَ الطَّعامِ كَيْ يَرَاهُ النَّاسُ مَنْ غَشَّ فليسَ مِنِّي“

Die Bedeutung lautet: O Verkäufer, was ist das? Der Verkäufer sagte: Der Weizen wurde vom Regen getroffen, o Gesandter Gottes. Der Gesandte Gottes sagte: Tue diesen oben hin, damit die Menschen ihn sehen, wer betrügt, befolgt mich nicht auf vollkommene Art.

Es ist auch Pflicht, den Arbeitgeber vor seinem Arbeitnehmer, der sein Vertrauen missbraucht, zu warnen; und man sollte nicht – so wie einige Unwissende – sagen, dass dieses Warnen die Unterbrechung der Versorgung anderer wäre, weil diese damit die Beziehung zum Diener den Religionsgesetzen vorziehen.

Zu den Pflichten gehört auch das Warnen vor denjenigen, die sich als islamische Gelehrte und Lehrer ausgeben, in Wahrheit aber keine sind. Bruder im Islam, wenn du von einem Wegelagerer hörst, der die Reisenden nachts anhält, sie beraubt oder tötet, was würdest du dann tun, wenn du wissen würdest, dass ein Gläubiger diesen Weg passieren möchte? Bist du dann nicht etwa verpflichtet, ihn zu warnen und ihm über diesen Wegelagerer zu berichten!? Oder würdest du darüber schweigen, obwohl du wissen würdest, welchen Schaden dein Schweigen mit sich ziehen würde, und obwohl du weißt, dass er von dir akzeptiert? Doch, du bist verpflichtet, ihn zu warnen und darauf hinzuweisen, denn wenn du dies nicht tun würdest, dann würdest du damit sündigen.

So ist es auch, wenn du von einer Person erfährst, die von sich behauptet, Wissen über die Religion zu haben und sich als Gelehrter oder Lehrer ausgibt und das behauptet, was der Religion widerspricht; wäre es etwa ausreichend, zu schweigen, obwohl du in der Lage wärst, dies zu verhindern und davor zu warnen? Es wäre nicht ausreichend! Du bist dann sogar verpflichtet, den Menschen den Ratschlag zu geben und sie vor dieser Person zu warnen, denn die Warnung vor dem, was im Jenseits in die Hölle führt, ist vorrangiger als die Warnung vor dem Wegelagerer, dessen Schaden über das Weltliche nicht hinausgeht. Und der Schaykh Abû ^Aliyy ad-Daqqâq sagte: „Derjenige, der die Gerechtigkeit verschweigt, ist wie ein stummer Teufel.“ Darin liegt er richtig.

Die üble Nachrede ist in manchen Situationen erlaubt. Dazu gehört, dass man einen islamischen Gelehrten nach einer Gesetzgebung fragt, indem man z. B. sagen würde: Mein Vater tat mir jenes Unrecht an, wie habe ich mich zu verhalten? Oder: Mein Ehemann hat mir jenes angetan, was soll ich tun? Oder Ähnliches.

Bruder im Islam, bewahre dich davor, die üble Nachrede zu begehen, denn sie ist eine abscheuliche Gewohnheit. Bewahre deine Zunge, hüte dich davor, nach den Fehlern der Menschen zu suchen und arbeite darauf hin, dich selbst zu bessern und deine eigenen Fehler zu beseitigen, anstatt nach den Fehlern anderer zu suchen. Denn wenn du so handelst, dann wirst du keine Zeit finden, nach den Fehlern anderer zu suchen.

Erinnere dich an die, vom Imâm at-Tabarâniyy überlieferte, Aussage des Propheten Muhammad ﷺ:

„أكثَرُ خطايَا ابْنِ ءادمَ مِنْ لِسانِه“

Die Bedeutung lautet: Die meisten Sünden begeht der Mensch mit seiner Zunge.

Und denke daran, dass Ibn Hibbân überlieferte, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

„عليكَ بِطُولِ الصَّمْتِ إِلّا مِنْ خَيْرٍ فَإِنَّهُ مَطْرَدَةٌ لِلشَّيطانِ عَنْكَ وَعَوْنٌ لَكَ علَى أَمْرِ دِينِكَ“

Die Bedeutung lautet: Sei lange schweigsam, außer bei Gutem, weil darin die Vertreibung des Teufels steckt und deine Unterstützung für deine Religionsangelegenheiten.

Die Arten des Unglaubens

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Wir preisen Ihn, bitten Ihn um Unterstützung, Rechtleitung und Vergebung. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allâh gibt, der Einzige, Der keinen Teilhaber hat und Dem nichts und niemand gleicht. Und ich bezeuge, dass unser geehrter, geliebter und großartiger Prophet Muhammad Diener und Gesandter Gottes ist. Er überbrachte die Botschaft und ermahnte die Gemeinschaft, möge Allâh ihn mehr als alle anderen Propheten belohnen.

O Allâh, gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl einen höheren Rang, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl einen hohen Rang gegeben hast. Und gebe dem Propheten Muhammad und seinen Âl Segen, so wie Du dem Propheten Ibrâhîm und seinen Âl Segen gegeben hast. Du bist Derjenige, Der mit vollkommener Macht und Gnade beschrieben wird und Derjenige, Der das Recht hat, gepriesen zu werden.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah Muhammad, Âyah 34:

إِنَّ الَّذِينَ كَفَرُوا وَصَدُّوا عَن سَبِيلِ اللَّهِ ثُمَّ مَاتُوا وَهُمْ كُفَّارٌ فَلَن يَغْفِرَ اللَّهُ لَهُمْ

Die Bedeutung lautet: Diejenigen, die Unglaube begehen und andere daran hindern, den Glauben anzunehmen und in diesem Zustand sterben, denen wird Allâh nicht vergeben.

Der Unglaube ist der Gegensatz vom Glauben, so wie die Dunkelheit das Gegenteil von Helligkeit ist.

Es gibt drei Arten von Unglauben:

–         Das Angleichen (at-Taschbîh): Das bedeutet, Gott Seinen Geschöpfen anzugleichen. Dazu gehört, Gott das Sitzen, Gestalt, Form, Ort oder Richtung zuzuschreiben.

–         Das Leugnen (at-Takdhîb): Das heißt, das Leugnen dessen, was im edlen Qur’ân erwähnt wurde oder zweifelsfrei zu den Verkündungen des Propheten Muhammad gehört. Dazu gehört z.B. zu leugnen, dass die Auferstehung samt Körper und Seele stattfinden wird und dass das Gebet, das Fasten und die Pflichtabgabe Pflicht sind.

–         Die Existenz Gottes zu leugnen (at-Ta^tîl): Das bedeutet, die Existenz Gottes zu verneinen. Und diese Art ist die schlimmste Art des Unglaubens.

Es gibt zwei Gruppen von Ungläubigen:

  1. Al-Kâfiru l-Asliyy: hier handelt es sich um eine Person, die bei ihren ungläubigen Eltern aufwächst und im Zustand des Unglaubens die Volljährigkeit erreicht.
  1. Al- Murtadd (Der Abtrünnige): Das ist eine Person, die als Muslim war durch eine der drei Arten der Abtrünnigkeit aus dem Islâm ausgetreten ist.

Allâhu Ta^âlâ sagt in der Sûrah at- Tawbah, Âyah 65-66:

() قُلْ أَبِاللّهِ وَآيَاتِهِ وَرَسُولِهِ كُنتُمْ تَسْتَهْزِؤُونَ()لاَ تَعْتَذِرُواْ قَدْ كَفَرْتُم بَعْدَ إِيمَانِكُمْ()

Die Bedeutung lautet: O Muhammad, sage ihnen: Ihr habt euch über Gott, Seinen Gesandten und über den Qur’ân lustig gemacht. Eure Entschuldigung wird nicht akzeptiert, ihr seid abtrünnig geworden, nachdem ihr gläubig ward.

Die Abtrünnigkeit ist der Austritt aus dem Islâm. Sie ist die abscheulichste Art des Unglaubens. Es ist für jeden Muslim Pflicht, seinen Glauben vor Abtrünnigkeit zu bewahren und zu schützen, weil die Abtrünnigkeit den Glauben ungültig und nichtig macht. Möge Gott, Der Erhabene, uns davor beschützen.

Die Arten der Abtrünnigkeit:

Die Gelehrten haben die Abtrünnigkeit in drei Arten unterteilt: Glaubensweisen, Handlungsweisen und Aussagen.

  1. Unglaube in den Glaubenweisen: Dazu gehört, die Existenz Gottes zu leugnen oder zu glauben, dass Gott unfähig oder unwissend sei. Zu glauben, dass Gott ein Körper, Licht oder Seele sei. Weiterhin gehört zu dieser Kategorie des Unglaubens zu glauben, dass das Trinken von Alkohol oder das Stehlen erlaubt seien oder dass die fünf Pflichtgebete, das Fasten im Monat Ramadân, die Pflichtabgabe oder die Pilgerfahrt nicht Pflicht sei.
  1. Unglaube in den Handlungsweisen: Zu dieser Art gehört, den Qur’ân oder Schriften, die islamisches Wissen beinhalten, absichtlich in den Müll zu werfen oder Âyât aus dem edlen Qur’ân mit Urin zu schreiben. Weiterhin gehört zum Unglauben in den Handlungsweisen die Niederwerfung vor einer Figur/Statur oder der Sonne. Ebenso ist die Niederwerfung vor einem Menschen mit der Absicht der Anbetung Unglaube.
  1. Unglaube in den Aussagen: Gott, Den Erhabenen, einen Propheten einen Engel die islamische Religion oder den edlen Qur’ân zu beschimpfen, gehört zum Unglauben in den Aussagen. Dazu gehört auch, das Gebet oder das Fasten zu verachten.

Die Regel lautet: Jede Glaubensweise, Handlung oder Aussage, die auf die Verachtung Gottes, Seiner Bücher, Seiner Gesandten, seiner Engel, Seiner Gesetze, Seiner Versprechungen, Seiner Warnungen und der Symbole und Zeichen der islamischen Religion hinweist, ist Unglaube. So soll sich jeder Mensch zu jeder Zeit vor dem schützen, was zum Unglauben führt.

Der Glaube an die Engel

Der Glaube an die Engel

Der Muslim ist verpflichtet, an die Existenz der Engel zu glauben.

  • Der Islâm lehrt, daß Allâh die Engel aus Licht erschaffen hat und daß jeder mindestens zwei Flügel hat.
  • Die Engel sind die Bewohner der Himmel. Sie sind weder männlich noch weiblich und sie heiraten nicht.
  • Ihre Anzahl ist sehr groß.
  • Die Engel führen alle Befehle Gottes aus und begehen keine Sünden.
  • Sie essen, trinken und schlafen nicht.
  • Alle Engel sind Muslime mit einem hohen Rang.
  • Der Satan dagegen war niemals ein Engel und auch nicht Führer oder Lehrer der Engel. Er ist ein ungläubiger Djinn, der aus Feuer erschaffen wurde.

In einem Hadith von Imâm An-Nawawiyy überliefert von ^Omar ibn-ul Khattab, berichtet der Prophet Muhammad salla l-Lahu ^alayhi wa sallam, darüber, dass es in den 7 Himmeln nicht einmal Platz von einer Breite von vier Fingern gibt, die nicht von den Engeln bewohnt ist. Entweder sind sie in der Niederwerfung oder in der Verbeugung.

Aus diesem Hadith wird ersichtlich, dass die Anzahl der Engel sehr gross ist und dass sie alle Awliyâ (Muslime mit einem hohen Rang) sind. Sie beten nur Allâh an und führen die Befehle Gottes sofort aus.

Selbst, wenn man alle Sandkörner und alle Blätter von allen Bäumen dieser Welt und alle Wassertropfen der Meere dieser Welt zusammen bringen würde, würde die Zahl der Engel sie übesteigen.

Es wird auch überliefert, dass es im siebten Himmel ein Pilgerort für die Engel gibt. Dieser heißt Baytul Ma^mûr und dieser Ort ist so ähnlich wie die Ka^ba. Jeden Tag pilgern dort 70.000 Engel hin und beten. Da ihre Anzahl sehr gross ist, können sie dort nicht ein zweites mal in ihrem Leben hin.

Die Engel sind aus Nûr (Licht) erschaffen und haben mindestens zwei Flügel. Es gibt Engel, die sogar 600 Flügel haben, wie der Engel Israfîl. Die Engel können den Menschen in der Gestalt eines schönen Mannes erscheinen, jedoch ohne Geschlechtsteil, und niemals in der Gestalt einer Frau.
Engel Djibril erschien dem Propheten Muhammad salla l-Lâhu ^alayhi wa sallâm in der Gestalt eines hübschen Mannes mit schwarzen Haaren.

Engel Mika^îl ist für die Natur zuständig. Azra^îl ist der Todesengel und er entzieht die Seelen der Menschen.  Engel Israfîl wird am Tage des Jüngsten Gerichts in das Horn pusten. Ridvân ist der Wächter des Paradieses und Mâlik ist der Wächter der Hölle. Der Engel Rata^il ist damit beauftragt, den Kummer von den Muslimen zu nehmen. Die beiden Engel Raqîb und ^Atîd schreiben die guten und die schlechten Taten der Menschen auf. Der Thron wird von vier Engeln getragen, am Tag des jüngsten Gerichts wird ihre Anzahl jedoch verdoppelt.

Wer an der Existenz der Engel zweifelt oder sagt, dass sie nicht existieren, begeht Unglauben. Auch das Beschimpfen eines Engels führt zum Austritt aus dem Islâm. Möge Allâh uns davor bewahren und uns ermöglichen von  Lehrern,  die ihr Wissen aus vertrauenswürdigen  Quellen mit Überlieferungskette sich angeeignet haben, zu lernen.

Allâhumma Âmîn.



Der Mawlid und die Muslime Teil 3

Der Mawlid und die Muslime Teil 1

Der Mawlid und die Muslime Teil 2

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